Ohrläppchenkorrektur

Ohrläppchenkorrektur:

geweitetes Ohrloch zunähen,
ausgerissenes Ohrläppchen operativ korrigieren

Korrektur von Ohrläppchen

Ein ausgeleiertes, stark vergrößertes oder ausgerissenes Ohrloch bildet sich häufig nicht mehr vollständig zurück. Das gilt vor allem für Ohrläppchen, die gedehnt wurden. In der Dermastebe beraten wir Sie zur Ohrläppchenkorrektur. Dabei wird das betroffene Ohrloch verschlossen und das Ohrläppchen wenn möglich neu geformt. Der Eingriff erfolgt ambulant in örtlicher Betäubung.

Ohrläppchenkorrektur geweitete Ohrläppchen ausgerissene Ohrläppchen

Wann lässt sich ein Ohrloch nicht mehr von selbst schließen?

Ein Ohrloch entsteht durch einen Stichkanal, der mit Haut ausgekleidet ist. Bei größeren oder länger bestehenden Öffnungen bildet sich diese Haut an der Innenseite des Kanals nicht mehr zurück. Das Loch schließt sich dann nicht mehr von selbst. Kleinere Dehnungen können sich nach Entfernen des Schmucks teilweise verkleinern. Ab welcher Größe das nicht mehr gelingt, lässt sich nicht pauschal sagen. Das klären wir bei der Untersuchung.

Typische Ursachen von geweiteten Ohrläppchen:

  • schwerer oder dauerhaft getragener Ohrschmuck
  • Zugbelastung, etwa durch Hängenbleiben am Ohrring
  • ein Unfall
  • dünnes, nachgiebiges Ohrläppchengewebe
  • über Jahre ausgeleierte Ohrlöcher

Ausgeleiertes Ohrloch zunähen

Bei einem kleineren oder länglich ausgezogenen Ohrloch wird der Hautkanal entfernt. Anschließend werden die Wundränder mit feinen Nähten verschlossen. Entscheidend ist dabei nicht nur der Verschluss des Lochs. Die Kontur des Ohrläppchens soll erhalten bleiben, besonders am freien unteren Rand, damit dort keine Einziehung oder Kerbe entsteht.

Ausgerissenes Ohrläppchen nähen

Ist das Ohrloch vollständig durchgerissen, besteht das Ohrläppchen oft aus zwei getrennten Anteilen. Auch dieser Defekt lässt sich in der Regel operativ korrigieren. Die verheilten Wundränder werden angefrischt, das Ohrläppchen wird neu zusammengefügt. Je nach Rissform können besondere Schnitt- und Nahttechniken nötig sein.

Ablauf der Ohrläppchenkorrektur

  1. Beratung und Untersuchung: Wir beurteilen Größe und Form des Defekts, die vorhandene Gewebesubstanz und Ihre Erwartungen. Wenn Sie später wieder Ohrringe tragen möchten, sprechen Sie das bitte hier an.
  2. Eingriff: ambulant in örtlicher Betäubung, Sie sind währenddessen wach. Die Dauer hängt vom Befund ab. Ein kleines ausgeleiertes Ohrloch ist deutlich weniger aufwendig als die Rekonstruktion nach einem stark geweiteten Ohrloch.
  3. Nachsorge: Wir kontrollieren die Wunde und entfernen die Nähte zum vereinbarten Zeitpunkt. Sie erhalten Verhaltenshinweise für die Heilung

Narbe und Heilung

Jede Operation hinterlässt eine Narbe. Durch eine passende Schnittführung und feine Nahttechnik versuchen wir, sie möglichst unauffällig zu platzieren. Wie sichtbar sie wird, hängt unter anderem von der Größe des Defekts, dem Umfang der Rekonstruktion, der individuellen Wundheilung und der persönlichen Narbenneigung ab.

Ergänzende Laserbehandlung: Damit Ihre Narbe gut abheilt, unterstützen wir Sie auf Wunsch mit dem fraktionierten Erbium-Glas-Laser. Er kann das Erscheinungsbild von Operationsnarben verbessern und wird schonend angewendet, ohne die Hautoberfläche abzutragen. Gemeinsam besprechen wir, ob und wann die Behandlung für Sie infrage kommt, und begleiten Sie durch den gesamten Heilungsverlauf. Die Laserbehandlung ist in der Regel eine Privatleistung.

Mögliche Risiken

Wie bei jedem operativen Eingriff sind Komplikationen möglich, zum Beispiel:

  • Nachblutung
  • Entzündung
  • Wundheilungsstörung, vor allem bei sehr dünnen Hautbrücken nach starker Dehnung
  • Asymmetrie beider Ohrläppchen
  • auffällige Narbenbildung (hypertrophe Narbe, Keloid)

Auch ein korrigiertes Ohrläppchen kann bei schwerem Schmuck oder starkem Zug erneut einreißen. Über Nutzen und Risiken im Einzelfall informieren wir Sie im persönlichen Gespräch.

Neues Ohrloch nach der Korrektur

Ein neues Ohrloch ist grundsätzlich möglich. Zeitpunkt und Position legen wir individuell nach vollständiger Abheilung fest. Über einen längeren Zeitraum nach dem Eingriff empfehlen wir, an der operierten Stelle keinen Schmuck zu tragen, um ein erneutes Einreißen zu vermeiden.

Kosten

Die Ohrläppchenkorrektur ist in der Regel eine Privatleistung und wird von den gesetzlichen Krankenkassen üblicherweise nicht übernommen. Die Kosten richten sich nach Größe und Anzahl der Defekte und nach der nötigen Rekonstruktion. Eine konkrete Einschätzung ist erst nach der Untersuchung möglich.

Häufig gestellte Fragen

Ja. Der bestehende Hautkanal wird entfernt und das Gewebe anschließend vernäht. Bei größeren Defekten ist zusätzlich eine Rekonstruktion des Ohrläppchens nötig.

Die Ohrläppchenkorrektur gehört zur Dermatochirurgie bzw. plastisch-rekonstruktiven Chirurgie. Der Eingriff sollte von einem Arzt mit entsprechender operativer Erfahrung durchgeführt werden. In der Dermastube führen wir diese ästhetischen Operationen durch.

Das hängt vom Befund und der Technik ab. Wir nennen Ihnen den erwarteten Aufwand nach der Untersuchung.

Der Eingriff erfolgt in örtlicher Betäubung. Über Schmerzempfinden und Schmerzmittel nach der OP sprechen wir vorab.

Ja, bei starker Zugbelastung oder schwerem Schmuck kann das passieren.

Die Kosten hängen vom Aufwand ab. Die Korrektur ist in der Regel eine Privatleistung. Nach der Untersuchung nennen wir Ihnen die Kosten.

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